Fünf häufige Schwangerschafts-Beschwerden – und was mir tatsächlich dagegen geholfen hat

Fünf häufige Schwangerschafts-Beschwerden – und was mir tatsächlich dagegen geholfen hat

Juni 2, 2021 0 Von KatjaSchmid

Eine Schwangerschaft ist eine enorme Herausforderung – auf vielen Ebenen. Wir verändern uns nicht nur körperlich, sondern auch unsere gesamte Persönlichkeit erfährt eine umfassende Transformation…emotional, mental, spirituell.

Oft merken wir an körperlichen Symptomen, dass etwas nicht ganz im Gleichgewicht ist, zudem nimmt die körperliche Belastung meistens sowohl mit zunehmender Schwangerschaftsdauer, als auch mit Anzahl der Schwangerschaften zu.

In meiner aktuellen Schwangerschaft sind mir einige typische Schwangerschaftsbeschwerden begegnet, die ich bisher alle mit relativ einfachen, natürlichen Mitteln gut in den Griff bekommen habe. Aufgrund meiner vorherigen Schwangerschaften kann ich auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen, aber ich liebe es auch, zu recherchieren und selbst Lösungen zu finden.

Heute möchte ich zu fünf häufigen Schwangerschaftsbeschwerden schreiben – und euch Mittel und Wege vorstellen, die mir tatsächlich dagegen geholfen haben. (Achtung, bei anhaltenden und/oder unklaren Beschwerden bitte immer den Rat eines Arztes oder Deiner Hebamme einholen!)

  1. Sodbrennen

Ich muß sagen, dass ich in dieser aktuellen Schwangerschaft wirklich bisher sehr wenig Sodbrennen hatte. Ein paar Mal hatte ich aber nach einem reichhaltigen Essen (z.B. Lasagne oder Spaghetti Bolognese) doch mal welches. Geholfen hat mir dann z.B. das Trinken von stillem Wasser mit Natron, generell viel stilles Wasser trinken, und – wenn das Sodbrennen abends auftrat – zum Schlafen den Kopf hoch lagern. Alles zusammen ist natürlich noch besser. Jetzt gegen Ende der Schwangerschaft tritt Sodbrennen öfter mal auch tagsüber auf – meist nur ganz leicht und ganz unabhängig davon, was ich esse oder trinke. Wobei ich gemerkt habe, dass z.B. Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke ein leichtes Sodbrennen verstärken können – und viel Wasser trinken (optional mit etwas Natron) die Beschwerden wieder abschwächt.

2. Symphysenschmerzen

Ich hatte das erste Mal in meiner 4. Schwangerschaft Beschwerden mit der Symphyse. Diese waren aber im Vergleich zu meiner aktuellen Schwangerschaft kaum merkbar und damals hat mir tapen geholfen und Globulis von der Hebamme. In meiner jetzigen Schwangerschaft begannen die Beschwerden bereits in der 20. Woche und ich hatte teilweise so starke Schmerzen, dass ich kaum laufen oder mich bewegen konnte. Jeder kleine Spaziergang, jeder Tag an dem ich viel Hausarbeit erledigt habe (inklusive häufigem Treppenlaufen) war gefolgt von einem Tag, an dem ich mich kaum bewegen konnte und höllische Schmerzen hatte – und ich habe generell eine sehr hohe Schmerztoleranz. Also suchte ich nach Mitteln und Wegen, um mir das tägliche Leben so erträglich wie möglich zu machen, da mir klar wurde, dass ich wohl noch bis zur Geburt diese Schmerzen aushalten werden würde. Folgendes hat mir wirklich geholfen:

  • körperliche Schonung, vor allem keine Sitzposition wie Schneidersitz, keine Dehnung im Bereich des Schambeines, kein schnelles Laufen oder Rennen – auch möglichst wenig heben und im Idealfall zumindest einen Teil der Hausarbeit abgeben oder auch mal liegen lassen.
  • ein Beckengurt, wenn ich doch mal längere Zeit gehe (allerdings ist dieser im Sitzen oder Liegen kontraproduktiv, da er auch ziemlich auf den Bauch drückt) – mein Beckengurt ist von Carriwell.
  • Homöopathie – und zwar Symphytum in Form von Globuli und Salbe, beides hilft mir sehr gut – auch das Aconit Schmerzöl von Wala hilft bedingt.
  • nachts zum Schlafen ein Kissen zwischen die Beine klemmen – ich habe lange gedacht, dass das nichts bringt – bis ich es ausprobiert habe! Außerdem in jedem Fall auf der Seite schlafen und ggfs. ein Stillkissen oder Seitenschläferkissen verwenden.
  • ein warmes Bad – gerade nach einem Tag, an dem ich mich körperlich wenig geschont habe, obwohl es besser für mich gewesen wäre, hilft mir ein warmes Bad mit ätherischen Ölen und Salz oder ein Basenbad sehr, zu entspannen und die Schmerzen zu lindern. Danach am Besten gleich ins Bett…
  • ätherische Öle, insbesondere Schafgarbe, wirkten sich entkrampfend und schmerzlindernd aus. Ich habe mir immer mal wieder Kompressen mit z.B. Symphytum-Salbe und ein-zwei Tropfen Schafgabenöl gemacht. Das wirkte richtig gut!

3. Hämorrhoiden

Ein Thema, was für viele unangenehm ist – auch wenn wir alle Hämorrhoiden haben und diese an sich nichts Schlimmes sind. Im Normalfall merkt man nichts von Hämorrhoiden. Aber in der Schwangerschaft wird starker Druck auf den Beckenboden ausgeübt und dadurch hin und wieder Hämorrhoiden nach außen gedrückt. Das kann unangenehm und auch schmerzhaft sein.

Auch wenn ich in der Schwangerschaft damit nur mal vereinzelt Probleme hatte, gebe ich hier ein paar Tips, wie man die Beschwerden schnell lindern kann.

  • Salben wie z.B. Quercus Salbe, Hamamelis Salbe oder Hamamelis-Myrte-Balsam helfen schnell und unkompliziert
  • auch Zäpfchen können sehr schnell Linderung verschaffen – z.B. Quercus Zäpfchen oder auch Hamamelis-Myrte-Zäpfchen (diese habe ich allerdings nur über meine Hebamme bekommen!)
  • lindernd wirken können auch ätherische Öle, wie z.B. Schafgarbe und Zypresse (wenige Tropfen in ein Trägeröl geben und z.B. über Nacht als Kompresse auflegen)
  • auf gute, ballaststoffreiche Ernährung, viel trinken und – selbstverständlich – gute Hygiene achten!

4. Rückenschmerzen

Eigentlich ist es relativ normal, dass in der Schwangerschaft früher oder später Rückenschmerzen auftauchen. Der wachsende Bauch muß ausbalanciert werden…und das zusätzliche Gewicht belastet natürlich auch den Körper und Bewegungsapparat.

Mir haben in jedem Fall sanfte Bewegung, wie z.B. Beckenkreisen, eine Massage – z.B. mit dem Aconit Schmerzöl von Wala – oder aber ein warmes Bad immer sehr gut geholfen. Im Normalfall hilft auch z.B. Schwimmen gehen – leider war das in dieser Schwangerschaft für mich aufgrund der Corona-bedingten Schließungen der Hallenbäder nicht möglich, was ich sehr schade finde. Einfache Yoga-Übungen können ebenfalls helfen – z.B. Katze-Kuh. Man sollte sich aber – sofern man keine Erfahrungen mit Yoga hat – dafür in jedem Fall an eine/n erfahrene/n Yogalehrer/in wenden.

In jedem Fall schadet es aber auch nicht, sich bei Rückenschmerzen körperlich zu schonen und lieber einmal mehr als zuwenig auszuruhen.

5. Schwere Beine/Wassereinlagerungen

Gerade dann, wenn es warm wird, aber auch zum Ende der Schwangerschaft hin kommt es öfter mal zu Wassereinlagerungen in Füßen, Beinen und Händen. Ich hatte erst im letzten Schwangerschaftsdrittel hin und wieder damit zu tun – vor allem bei warmem Wetter -, vorher hatte ich keinerlei Wassereinlagerungen.

Geholfen haben mir dann:

  • ein Fußbad mit kaltem Wasser und ein paar Tropfen ätherisches Pfefferminz- und Orangenöl (man kann natürlich auch die Hände drin baden)
  • Füße hochlegen
  • keine zu engen Schuhe tragen, sowie lockere und leichte Kleidung
  • viel trinken
  • eine Massage der Füße und Unterschenkel mit ein wenig Öl (z.B. Mandelöl), in das man ein paar Tropfen Zypressen- und Lemongrassöl gegeben hat

Achtung! Starke Wassereinlagerungen können in der Schwangerschaft auch ein Zeichen dafür sein, dass etwas nicht stimmt – bitte unbedingt immer mit Arzt oder Hebamme abklären, insbesondere wenn zusätzlich hoher Blutdruck, Kopfschmerzen und ähnliches auftreten!

Das sind meine Tips für fünf häufige Schwangerschaftsbeschwerden – vielleicht hast Du auch noch zusätzliche Tips und/oder Erfahrungen, die Du teilen möchtest?! Dann kannst Du dies in den Kommentaren tun.

Alles Liebe – und falls Du gerade schwanger bist, von Herzen eine wundervolle und möglichst beschwerdefreie Schwangerschaft!!!