Produktivität im Rhythmus mit Deinem Zyklus

Produktivität im Rhythmus mit Deinem Zyklus

Februar 11, 2020 0 Von KatjaSchmid

Uns wird ja oft suggeriert, wir sollten am Besten non-stop produktiv und aktiv sein – Youtube und Pinterest sind voll mit Tips zu Produktivität, Effizienz, in weniger Zeit mehr schaffen usw. Und es gibt auch eine ganze Menge Bücher, Blogs und Kurse, die sich genau diesen Themen widmen (besonders für Mütter gibt es seit kurzem ganz viel zu diesen Themen zu finden).

Vieles davon ist sicher hilfreich, aber ich möchte nochmal eine andere Sichtweise auf das Thema Produktivität geben: Nämlich Produktivität im Rhythmus mit Deinem weiblichen Zyklus. Die meisten Frauen zwischen ca. 11 und 55 Jahren haben einmal im Monat ihre Periode und ihre Körper unterliegen hormonellen Schwankungen. Hormone haben Auswirkungen auf unsere Stimmung, auf unseren Schlaf, auf unseren Appetit und noch vieles mehr.

Kurz vor und während ihrer Periode haben viele Frauen bestimmte Symptome, wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Müdigkeit, usw. Diese Symptome können stärker sein, wenn man mehrere Kinder geboren hat, sind aber auch typabhängig. Manche Frauen sind von diesen Symptomen so stark beeinflusst bzw. haben diese in so starker Ausprägung, dass sie sich gezwungen fühlen, (starke) Medikamente zu nehmen oder sich sogar regelmäßig krank schreiben zu lassen.

Meist fühlt man sich während der Periode eher müde und hat das Bedürfnis danach, sich auszuruhen. (Wie gesagt, das muß nicht alle Frauen betreffen, dennoch haben alle Frauen, mit denen ich über das Thema gesprochen habe, mir bestätigt, dass sie sich kurz vor und während ihrer Periode am Liebsten ein paar Tage frei nehmen würden, sich ausschlafen würden und die Verantwortungen des täglichen Lebens oder des Jobs gerne an jemand anderen abgeben würden. Oft ist auch ein ganz konkretes Bedürfnis nach Allein-Sein spürbar und die Bedürfnisse von Partner, Kindern, Beruf und Haushalt werden als belastend empfunden.)

Somit ist es eigentlich kaum möglich, an wirklich jedem Tag im Monat immer gleich produktiv zu sein, wenn man sich mindestens eine Woche im Monat eher träge und müde fühlt und/oder der Körper und/oder Kopf schmerzt.

Ich bin daher dafür, die eigene Produktivität wieder an den natürlichen Rhythmus unseres Zyklus anzupassen. Bei mir sieht das zum Beispiel so aus, dass ich versuche (so gut das eben in einer Großfamilie möglich ist!) kurz vor und während meiner Tage soviel wie möglich zu ruhen, früher ins Bett zu gehen und die anfallenden Haushaltsaufgaben entweder vorher zu erledigen oder an Mann und Kinder zu verteilen.

Direkt nach der Periode beginnt übrigens eine Phase, in der wir Frauen uns meist sehr aktiv und lebhaft fühlen: die Phase vor und während des Eisprungs. Diese Phase nutze ich gern, um größere Projekte anzugehen und soviel wie möglich zu schaffen, denn dann habe ich die meiste Energie, bin am Besten gelaunt und kann meistens von früh morgens bis spät abends produktiv sein.

In dieser Zeit fällt es mir auch leicht, die Dinge, die ich eigentlich nicht so mag, anzugehen und abzuarbeiten (hallo, Papierberg!!!). 😉

In der übrigen Zeit im Zyklus bin ich weder außerordentlich produktiv, noch außerordentlich müde oder träge, so dass diese Zeit gut geeignet ist, um die alltäglichen Dinge am Laufen zu halten und sich an einmal etablierte Routinen zu halten.

Übrigens, bei manchen Frauen ist es so, dass sie direkt vor Einsetzen ihrer Periode nochmal für 2-3 Tage einen richtigen Energieschub haben. Dieser ist vergleichbar mit dem Nestbau-Trieb, den schwangere Frauen oft direkt vor der Geburt erleben. Ich persönlich nutze diese Zeit gern, um soviel wie möglich im Haushalt zu schaffen und dann danach für ein paar Tage ruhen zu können.

Wie findest Du diese Idee, die eigene Produktivität am Zyklus auszurichten?

Ich wünsch‘ Dir einen schönen Tag!