Wenn das Leben Dir Zitronen gibt…

Wenn das Leben Dir Zitronen gibt…

Januar 22, 2020 0 Von KatjaSchmid

Manchmal ist es einfach so, daß nichts mehr zu funktionieren scheint im Leben. Es gibt Streß, Streit, Probleme mit dem Partner, der Haushalt bleibt liegen und/oder das Konto ist leer.

Kennst Du das? Ich komme immer wieder mal an solche Punkte, besonders solche, wo mein eigener Akku leer ist und mir die Energie für alles zu fehlen scheint.

Oft fühle ich mich in solchen Situationen von meinen Empfindungen überwältigt und reagiere gereizt und genervt auf meine Umwelt. Aber etwa genauso oft gelingt es mir, einen anderen Weg einzuschlagen:

Mir ist bewußt, daß es nichts bringt, sich in Probleme reinzusteigern. Ich habe mich eine ganze Zeitlang sehr niedergeschlagen und unmotiviert gefühlt in meinem Leben, aber irgendwann kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe, daß mir das ewige Probleme-Wälzen und sich schlecht fühlen weil irgendwas nicht so ist, wie es sein soll (oder man es gern hätte), nichts bringt. Also hab ich mich auf die Suche nach einer Strategie gemacht, um solche Tiefs zu überwinden bzw. möglichst gelassen damit umzugehen.

Hier sind fünf Schritte, die mir in herausfordernden Situationen am Meisten helfen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Anspruch darauf, diese in jeder Stress verursachenden Situation sofort perfekt umsetzen zu können):

  1. Tief durchatmen. Ohne Atmen funktioniert nichts und oft reicht es, sich einmal wirklich Zeit zu nehmen, auf den eigenen Atem zu achten, wenn man sich gerade mega gestreßt fühlt, um sich dann langsam wieder zu beruhigen. Das, was wir als Problem empfinden, ist meist gar kein Problem, sondern erscheint uns nur so. Mit dem bewußten Atmen beruhige ich mich selbst innerlich und finde meistens auch zu einer neuen Sichtweise.
  2. Nichts tun. Klingt zwar kontraproduktiv, hilft aber tatsächlich. Wenn ich merke, daß ich nur noch am Machen bin und es gefühlt trotzdem nicht weiter geht, dann hilft es oft, einfach mal eine Pause zu machen, in der man NICHTS tut, Körper und Geist zur Ruhe kommen lässt und sich selbst damit wieder Raum für eine entspanntere Herangehensweise und neue kreative Sichtweisen gibt.
  3. Hilfe annehmen bzw. um Hilfe bitten. Das ist etwas, was mir tatsächlich schwer fällt, weil ich immer das Gefühl hatte, dass ich alles alleine schaffen muss. Aber in letzter Zeit arbeite ich kontinuierlich an diesem Thema und es wird langsam leichter. 🙂 Oft sind genügend Menschen um einen herum, die bereit sind, zu helfen.
  4. Beten. Ich glaube daran, dass es hilft, zu beten und das Universum um Hilfe zu bitten. Oft zeigt sich eine Lösung oder ein Weg, um die jeweilige Situation anzugehen, erst dann wenn man vorher gebetet hat oder auch mal bewusst in Stille gegangen ist.
  5. Ressourcen entdecken. Ich bin davon überzeugt, dass es immer einen Weg gibt und dass wir immer von einer ganzen Menge Ressourcen umgeben sind, die uns vielleicht gar nicht bewußt sind. Z.B. das Konto ist leer, aber da ist der Stapel Klamotten, den ich längst verkaufen wollte oder mir fällt ein, dass ich ja auf dem Sparbuch noch einen Notgroschen habe. Oder einen Scheck, den ich schon längst einlösen wollte, aber auf dem Schreibtisch liegen gelassen habe…Oft denken wir im ersten Moment an das Nahe liegendste, statt einen Schritt zurück zu treten und uns wirklich einen Überblick über alle unsere Ressourcen zu verschaffen.

Kannst Du mit diesen Tips etwas anfangen? Ich will nicht behaupten, dass es immer so einfach ist, dass Krisen sich einfach in Luft auflösen, indem ich z.B. ein Gebet losschicke. Dennoch helfen mir die genannten Punkte dabei, Krisen oder schwierige Situation leichter zu navigieren und ich hoffe, Dir auch.

Ich wünsch‘ Dir einen schönen Tag!