Meine 25 besten Tips, um als Großfamilie möglichst weise mit Geld umzugehen

Meine 25 besten Tips, um als Großfamilie möglichst weise mit Geld umzugehen

Januar 5, 2020 0 Von KatjaSchmid

Das Thema Geld ist für viele Menschen ein sensibles Thema, und dennoch höre ich auch oft die Frage, wie man das denn finanziell macht mit vielen Kindern und – zumindest zeitweise – nur einem Gehalt. Deswegen gebe ich heute ein paar meiner Tips für einen aus meiner Sicht relativ weisen Umgang mit Geld weiter…Natürlich sind wir nicht perfekt, und hier und da ist es auch immer mal wieder etwas knapper. Aber im Großen und Ganzen finde ich, kommen mit unserem Geld ganz gut aus und leben auch mit zeitweise nur einem Gehalt recht gut.

Übrigens bin ich der Meinung, dass ein Bewußtsein für Fülle und ein sparsamer Umgang mit Geld im Alltag sich nicht gegenseitig ausschließen. Ich sehe beides unter dem Aspekt, weise mit Geld umzugehen.

Hier nun 25 Tips von mir, die ich persönlich als sehr effektiv empfinde und die widerspiegeln, wie wir es – jedenfalls meistens – praktizieren:

  1. Wir setzen uns ein wöchentliches Budget für Lebensmittel-Einkäufe, für Drogerie-Artikel, für Kleidung und für Sonstiges (Eintrittsgelder, Geburtstagsgeschenke, etc.). Das erleichtert zum Einen das Erstellen von Einkaufslisten und zum Anderen hilft es uns, die Finanzen im Blick zu behalten. Wir machen das nicht immer perfekt, hin und wieder geben wir auch mal mehr aus, als eigentlich geplant war, aber im Großen und Ganzen halten wir uns an unsere Budgets. Kleidung und Schuhe kaufe ich generell eher nach Bedarf und Jahreszeiten, es hilft aber dennoch, sich auch für Kleidung ein Budget festzulegen und dieses einzuhalten.
  2. Wir machen einen – zumindest groben – wöchentlichen Essens-Plan. So entfällt die ständige Frage, was man zum Essen machen soll und ob man alles dafür im Haus hat. Ich gehe gern am Sonntag oder zu Beginn der Woche in meinen Vorratsraum, und schaue kurz Kühlschrank und Schubläden durch, notiere was fehlt, schaue was aktuell im Angebot ist bei meinem Bio-Supermarkt, und dann werden darauf aufbauend der Essens-Plan und die Einkaufsliste für die Woche erstellt. Meistens klappt das ganz gut, manchmal kaufe ich auch erst ein und mache dann einen Essens-Plan. Ich versuche, unsere Gerichte relativ einfach und dennoch gesund zu halten – zum Abendessen gibt es z.B. meistens erstmal eine große Schüssel rohes Gemüse (z.B. Karotten, Gurken, Tomaten, Paprika, Kohlrabi), und dann erst belegte Brote oder etwas Gekochtes.
  3. Wir halten unsere Garderobe relativ einfach und relativ minimal. Ich muß zugeben, dass ich an diesem Ziel auch noch arbeite und es noch nicht so umgesetzt habe, wie ich idealerweise gern möchte. Minimale Garderobe bedeutet, es gibt beispielsweise für jedes Kind fünf lange Hosen, fünf kurze Hosen, fünf Langarmoberteile, sieben T-Shirts, usw. – wichtig dabei: alles muß miteinander kombinierbar sein, damit man immer wieder mal ein anderes Outfit zusammenstellen kann. Auch mit Schuhen kann man das so halten, z.B. jedes Kind erhält pro Jahreszeit maximal drei Paar Schuhe: für den Sommer ein Paar Sandalen, ein Paar Turnschuhe, ein Paar Gummistiefel, für den Winter zwei Paar Winterschuhe (damit man bei größerer Verschmutzung oder wenn sie innen naß geworden sind, mal wechseln kann) und z.B. ein Paar gefütterte Gummistiefel. Wir versuchen, das soweit als möglich so zu machen. Außerdem geben wir Kleidung und Schuhe an die jüngeren Geschwister weiter. Genauso akzeptieren wir gerne gebrauchte Kleidung und auch Schuhe von Verwandten oder Freunden, was aber manchmal dazu führen kann, dass man doch einiges mehr als wirklich gebraucht wird in den Schränken hat. Generell kaufe ich vieles gebraucht. Es hilft, sich eine Art Inventar zu machen, in dem die vorhandene Kleidung notiert wird, sowie auch das, was benötigt wird.
  4. Kaputte Kleidung lassen wir reparieren. Wir sind sehr dankbar, in unserer Familie versierte Oma’s zu haben, die löchrige Hosen etc. schnell reparieren können und uns somit ersparen, jedes Mal nach zu kaufen, wenn Sachen kaputt gehen oder Hosen an den Knien durchgescheuert sind. Leider sind meine eigenen Näh-Künste nicht wirklich ausgereift, sonst würde ich sowas auch öfter selbst machen. Ich finde es gut, Kleidung zu reparieren – ich sehe nicht ein, warum man z.B. gleich eine Hose nachkaufen sollte, bloß weil die alte Hose an den Knien ein Loch hat, aber sonst in gutem Zustand ist.
  5. Wir schneiden die Haare unserer Kinder selbst – oder lassen sie wachsen. Ich persönlich habe auch als Kind sehr oft die Haare von meiner Mutter geschnitten bekommen, und so handhabe ich es auch mit meinen Kindern. Mein Mann geht vielleicht zweimal im Jahr zum Friseur und läßt sich die Haare schneiden. Dazwischen rasiert er sie sich selbst ab. Wenn ich mal einen Haarschnitt brauche (momentan lasse ich meine Haare einfach wachsen), kann ich eine Freundin, die Friseurin ist, fragen und bekomme einen günstigeren Preis oder lasse mir auch mal von meinem Mann die Spitzen schneiden. Ich finde das für uns so ok und freue mich, dass ich kaum Geld für sowas ausgeben muss.
  6. Ich verwende keine ausgefallenen Duschgels oder Bodylotions, sondern benutze für alle Familienmitglieder (Ausnahme: meine älteste Tochter kauft sich eigenes Duschgel) eine biologische Flüssigseife, die sehr ergiebig und vielseitig ist. Auch zum Baden der Kinder kommt diese ins Badewasser und ich wasche sogar das feine Haar meiner kleineren Kinder damit. Genauso kann man diese Flüssigseife noch für viele andere Dinge verwenden, z.B. zum Wischen des Bodens, Geschirrspülen, und vieles mehr. Bodylotions mache ich entweder selbst aus Kokosöl, Sheabutter, etwas Bienenwachs und ätherischen Ölen, oder ich verwende ein hochwertiges Pflanzenöl. Sehr selten (meist im Winter, wenn meine Haut etwas trockener ist) kaufe ich mir eine Bodybutter.
  7. Mein Shampoo – welches relativ viel kostet, dafür aber nur aus hochwertigen natürlichen Zutaten besteht und bei meinem anspruchsvollen Haar sehr effektiv ist – verdünne ich mit Wasser. Es macht meine Haare genauso effektiv sauber und die Flasche hält mindestens doppelt so lange!
  8. Ich nehme nur halb so viel (oder noch weniger) Waschmittel, wie auf der Verpackung angegeben ist. Der Waschleistung tut das keinen Abbruch (habe ich ausgiebig getestet!). Flecken behandle ich meistens – wenn ich es nicht vergesse! – mit Gallseife vor (aus meiner Sicht eines der besten und günstigsten Fleckentfernungsmittel). In jede Waschladung kommt etwas Soda und hin und wieder auch etwas Essig mit rein (riecht man nach der Wäsche nicht mehr!). Unsere Kleidung riecht einfach nur sauber und frisch, wenn sie aus der Waschmaschine/dem Trockner kommt. Ich reagiere sehr empfindlich auf die Gerüche von vielen Waschmitteln und Weichspülern, daher habe ich mich vor Jahren durch einige durchprobiert und dann das für mich angenehmste gewählt. Übrigens komme ich mit einer Waschmittelpackung und angegebenen 18 Waschladungen immer 3 bis 4 Wochen hin, und ich wasche täglich, hin und wieder auch zwei Maschinen am Tag, also geschätzte 45 Waschladungen im Monat. (Kleiner Bonus-Tip: Auch die Spülmaschinentabs, die wir verwenden, sind sehr ergiebig. Wenn ich nur ein halbes Tab verwende, wird mein Geschirr genauso sauber wie mit einem ganzen Tab. Hier kann man – über einen längeren Zeitraum gesehen – eine Menge Geld sparen, wenn man weniger verwendet als eigentlich vorgegeben!)
  9. Taschengeld bekommen die Kinder bei uns erst ab der 2. Klasse. Zu Geburtstagen, Weihnachten etc. schenken wir kein Geld, sondern entweder eine Kleinigkeit zum Spielen oder Lesen, oder etwas, was das jeweilige Kind gerade tatsächlich brauchen kann, wie z.B. ein neues Fahrrad oder einen neuen Schulranzen.
  10. Ich sammle Kleingeld. Alles Kleingeld, das übrig bleibt oder das ich finde, wird in einem Glas gesammelt. Ist das Glas voll, bringe ich es zur Bank und lasse das Geld einem Sparbuch gutschreiben. Benötige ich zusätzliches Geld für z.B. ungeplante Ausgaben, dann kann ich es von diesem Sparbuch nehmen (je nachdem, wie fleißig ich gespart habe…).
  11. Aktivitäten (Sport, Instrument, etc.) gibt es erst ab dem Schulalter und dann auch möglichst nur eine, maximal zwei Aktivitäten pro Kind (Ausnahme: Ein Schwimmkurs möglichst im Vorschulalter). Bis dahin dürfen die Kinder sich auf dem Spielplatz, im Garten, etc. austoben, Fahrrad fahren, Skateboard fahren, etc. Außerdem lernen sie in der Schule sowieso pflichtmäßig ein Instrument.
  12. Selbst Gemüse anbauen!!! Wenn man die Möglichkeit hat, egal ob einen kleinen Garten (-anteil), Balkon oder nur das Fensterbrett. Ein paar Dinge kann man immer selbst anbauen und so Geld sparen. Wir haben in unseren kleinen Garten ein Hochbeet gebaut und dort in den letzten Sommern eine ganze Menge Salat, Gurken, Karotten, Bohnen und einige Radieschen geerntet. Das Saatgut ist verhältnismäßig günstig (wir legen Wert auf biologisches Saatgut) und ich bin immer wieder fasziniert davon, wie viel Gemüse aus ein paar Samenkörnchen heranwachsen kann. Im kommenden Sommer wollen wir noch etwas mehr selbst anbauen und den Garten noch etwas effektiver gestalten.
  13. Weniger Spielsachen, vielseitige Spielsachen… Mit vier Kindern sammelt sich eine Menge Spielzeug an. Wir versuchen, unseren Kindern wenig und möglichst bewußt ausgesuchtes Spielzeug anzubieten. Aktuell spielen hauptsächlich unsere Jungs noch viel mit Spielzeug – bei ihnen sind gerade Legos, Playmobil, Bauklötze, Autos und Holztiere angesagt. Ich räume einen Teil der Spielsachen regelmäßig in den Keller oder sortiere aus. Und, die Kinder dürfen zu Weihnachten, Geburtstagen und Ostern Spielzeugwünsche äußern, aber zwischendurch gibt es normalerweise keine neuen Spielsachen. Und: wir haben nahezu keine Spielzeuge mit Batterien für unsere Kinder.
  14. Kleinere Mahlzeiten, Wasser trinken. Wir trinken zuhause nur Wasser, Tee, hin und wieder Kaffee. Säfte oder Limonaden gibt es nur selten und oft auch mit Wasser verdünnt, außer Karottensaft, den gibt es regelmäßig. Sonst mache ich auch ab und zu mal Fruchtschorlen aus z.B. Apfel-, oder Johannisbeersaft und Sprudelwasser.
  15. Geschenke selbst machen: Karten, Kissen, Häkeln, Badesalz usw. Wir legen Wert darauf, Dinge selbst herzustellen oder zu basteln. Ich finde es immer toll, wenn in ein Geschenk etwas Liebe und Zeit mit eingeflossen sind. Natürlich kaufen wir auch öfters Geschenke, doch etwas Selbstgemachtes gehört fast immer noch dazu und gibt eine besondere Note.
  16. Keine Haustiere. Wir haben uns bewußt dafür entschieden, keine Haustiere zu halten. Auch wenn meine Kinder und mein Mann immer mal wieder äußern, dass sie gerne ein Haustier hätten, ist das aktuell weder zeitlich noch finanziell ein Thema. Ich persönlich bin kein Freund von Haustieren, außer es handelt sich um Nutztiere, zudem empfinde ich unsere aktuelle Wohnsituation als eher ungünstig für ein Haustier. In jedem Fall spart es Geld.
  17. Kostenfreie Aktivitäten: Park, Spielplatz, Sportplatz…Ball spielen usw. Wir versuchen mit unseren Kindern Aktivitäten zu machen, die wenig oder nichts kosten – im Frühling und Sommer sind wir oft auf dem Spielplatz oder auf dem Sportplatz. Zum Schwimmen fahren wir an einen Weiher, wo wir nur fürs Parken zahlen. Auch etwas zum Essen und zum Trinken nehmen wir uns dann generell von Zuhause mit. Im Sommer treffen wir uns gern mit befreundeten Familien draußen, z.B. auf dem Spielplatz und machen ein Picknick.
  18. Wäsche draußen trocknen. Im Frühling und Sommer trockne ich unsere Wäsche auf dem Wäscheständer draußen. Zum Einen geht es total schnell, zum Anderen nutze ich gern die Kraft der Sonne gegen Flecken. Und irgendwie hat es auch etwas Nostalgisches für mich, die Wäsche draußen aufzuhängen…ich mag das gern, auch wenn ich mich manchmal wie ein Exot fühle…
  19. Nicht auswärts essen. Wir gehen sehr selten auswärts essen, im Frühling und Sommer gibts schon öfter mal ein Eis für die Kids, aber wir gehen praktisch nie in Restaurants. Gelegentlich gibts mal eine Pizza, Pommes oder einen Burger, wenn wir in der Stadt unterwegs sind, aber auch das hat Seltenheitswert, denn es belastet den Geldbeutel zu stark und außerdem findet man praktisch kein Bio-Fast-Food, was ich schade finde.
  20. Ich versuche, Impuls-Käufe möglichst zu vermeiden und generell nach Liste zu kaufen. Dabei überprüfe ich immer, ob ich die jeweiligen Dinge wirklich brauche. Klappt nicht immer, aber doch meistens ganz gut. Auch hungrig oder emotional „aufgeladen“ einkaufen zu gehen vermeide ich so gut ich kann.
  21. Cashback, Payback, Mitgliedschaften nutzen – Ich nutze, wenn ich z.B. online etwas bestelle, was doch öfters mal vorkommt, gerne Cashback (z.B. Shoop – hier findest Du meine Ressourcen & Empfehlungen) oder gebe meine Payback-Nummer an. In unserem Bio-Supermarkt haben wir eine Mitgliedskarte, mit welcher der Umsatz über einen Monat lang verfolgt wird und dann anhand dessen zu Anfang des nächsten Monats ein Guthabenbetrag ermittelt wird, der auf den nächsten Einkauf angerechnet werden kann. Da wir einen relativ hohen Umsatz haben (immerhin sind wir sechs Personen!), ist auch das Guthaben immer so hoch, dass wir uns jeden Monat ordentlich was sparen. Es lohnt sich absolut, solche Mitgliedschaften zu nutzen!
  22. Wir verzichten darauf, jeden Sommer oder jede Ferien in den Urlaub zu fahren. Das hat zwar hauptsächlich organisatorische Gründe, aber spart auch eine Menge Geld und wir haben in allen Ferien schöne Erlebnisse, auch wenn wir nicht in einem fernen Land waren.
  23. Ich bin ein Fan von Freebies, das bedeutet, statt eines neuen Malbuches drucke ich z.B. öfter kostenlose Malvorlagen aus dem Internet aus, ich ermutige meine Kinder z.B. für den Nikolaus ein Bild zu malen und dieses in unserem Bio-Supermarkt abzugeben, damit sie ein gefülltes Nikolaussäckchen von ihm bekommen, ich mache (ab und zu!) bei Gewinnspielen mit (und ja, ich hab auch schon mal was gewonnen!), ich nehme den Kindern z.B. kostenlose Malstifte und ein Malbuch aus dem Ikea mit wenn ich dort gerade etwas besorge, usw. Es lohnt sich immer, auf entsprechende Aktionen zu achten und sie zu nutzen.
  24. In Qualität investieren – Kleidung, Schuhe, Nahrung, etc. Ich versuche in Bezug auf Kleidung, Schuhe, etc. möglichst in gute, haltbare Qualität zu investieren, sofern das gerade finanziell möglich ist. Was Nahrung betrifft, da ist mir Bio-Qualität sehr wichtig und für mich Standard, genauso wie bei alltäglichen Pflegeprodukten (Zahncreme, Shampoo, usw.). Bei Kleidung versuche ich, nach Möglichkeit auf natürliche Fasern zu achten.
  25. Geschenkpapier wieder verwenden Ich kenne das noch von Zuhause – meine Mutter hat immer Geschenkpapier aufgehoben, solange es nur ein wenig zerknittert, aber nicht zerrissen war. Für Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke verwende ich Geschenkpapier wieder, weil ich einfach nicht einsehe, dass man dieses nach einmaliger Verwendung wegwirft. Auch die dazugehörigen Schleifen etc. hebe ich auf. Manchmal nutze ich das Packpapier aus Paketen oder dieses feine Seidenpapier, was bei neuen Schuhen etc. dabei ist, auch als Geschenkpapier. Bei Bedarf kann es noch mit Stempeln oder Aufklebern verziert werden oder kunstvoll bemalt werden.

Natürlich gibt’s noch andere Dinge, die man tun kann – z.B. haben wir nur ein Auto, kaufen keine Zeitschriften oder irgendwelchen kleinen Krimskrams für die Kinder – auch ist es sehr vorteilhaft, ohne Kinder einkaufen zu gehen, denn diese sehen IMMER irgendwas, was sie gebrauchen können. 😉

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